Donnerstag, 24. Juli 2008

Angekommen in Sydney

Dann will ich mich mal zu Prinzessin Jan dazugesellen ^^ Ich bin in Sydney! Nach ewiger Warterei am Flughafen (ich weiß wirklich nicht wie diese 13 Stunden vorbei gehen konnten, ohne dass ich IRGENDWAS gemacht habe) und 9 Stunden Flug (dieses mal kein Japaner neben mir, sondern eine flugängstige junge Frau, die versucht hat sich jede Stunde in dem kleinen Bildschirm nachzuschminken. War unterhaltsam ihr zuzuschauen, vor allem der Lippenstift bei den Turbolenzen (schreibt man das so?)). Im Vergleich zu 50 Grad Taiwan hat es hier etwas geregnet und es war ziemlich kalt. Mit meinem dicken Kapuzen-Pulli ging es gerade noch so, fast schon zu kalt. Mein Macquarie University Abholdienst war nicht da. Nach ca 20 Minuten warten lerne ich einen Franzosen kennen, der das gleiche Problem hat wie ich. Nach weiteren 10 Minuten rufen wir die Uni an. Ich überlege kurz ob ich mein Handy benutze oder ein öffentliches Telefon suche. Hab mein Handy benutzt, schlechte Wahl. 6€ für 30 Sekunden. „You should wait another 30 minutes, I think somebody is on the way“. Der kam dann auch. So ein älterer, dickerer, grummeliger Typ, war wohl ein Taxifahrer. Ich hatte eigentlich einen jungen, smarten, lets-be-friends Studenten erwartet, aber was kam war mehr das Gegenteil. Wir fahren einen ziemlich unspektakulären Weg zu meinem Hostel. Keine große Begeisterung für Sydney bis jetzt, die kam erst später. Mein Hostel sieht genau so aus wie auf den Fotos: modern, voll, schön! Ich hole mir den Schlüssel, Zimmer 704. 704? Ja, der 7.Stock, in einem Hostel! Echt groß das Ding. Ich sehe ein sehr sauberes Badezimmer, eine hübsche Küche, gemütliche Fernsehlounge, eigentlich alles da. Hoffentlich sind meine Mitbewohner cool. Das war eher nicht der Fall. Ich mache die Tür auf, werfe ein freundliches „Hey!“ in die Runde, aber die 3 Leute die in meinem 8-Bett-Zimmer saßen haben stillschweigend weggeschaut. Komische Menschen waren das. Naja, hier muss ich ja nur schlafen, schnell wieder raus hier, auf in die Stadt. Meine Eindrücke lassen sich eigentlich in einem Wort zusammenfassen: Großstadt! Genau das was ich wollte. Riesige Gebäude, Hektik, und ich liebe es! Häuser mit weniger als 10 Stockwerken muss man schon ne Weile suchen. Ich hab mich spontan auch erstmal in einem Geschäft verlaufen. Die meisten Geschäfte haben hier nicht nur Verbindungen über die Straße, sondern auch innerhalb, wenn ihr versteht was ich meine. Man kann quasi immer die Geschäfte wechseln ohne nach draußen zu kommen. Nach einigen Treppen und Kurven hatte ich dann vergessen wo es zu Straße geht. Hab bestimmt 15 Minuten gebraucht bis ich dann endlich wieder die Sonne sehen konnte...zurück im Hostel hab ich dann gemerkt dass es auch coole Menschen in meinem Zimmer gibt! Hab mich nett unterhalten, hatte schon Angst dass die hier alle so mies gelaunt sind. Ich bin dann schon um 18 Uhr schlafen gegangen, schließlich hatte ich seit 40 Stunden nie länger als eine halbe Stunde am Stück schlafen können. Am nächsten Morgen bin ich dann nach einem vorzüglichen 7 Dollar Frühstück etwas Einkaufen gegangen. Bade-Schuhe, Äpfel, Brot, Nutella, Instant-Suppe. Alles was man braucht! Bis jetzt habe ich immer etwas in der Stadt gegessen, aber die Methode hat wirklich keine Zukunft, unter 7 Dollar geht gar nichts, das meiste kostet so 11 Dollar. Dabei will ich ja gar nichts Tolles, ich will ja erstmal nur satt werden...später hab ich dann noch den “Sydney Morning Herald” auf einer Bank vor der berüchtigten Opera gelesen :-) Hab versucht mich vor der Opera zu fotographieren, hat aber nicht so optimal geklappt wie ich gerade gesehen hab. Nun sitze ich hier im Hostel und suche ein bisschen nach einer Wohnung. Die ersten Anrufe waren nicht so erfolgreich, ich soll es später nochmal probieren weil sich schon andere gemeldet haben. Ich muss mich wohl wirklich beeilen und nur Anzeigen anrufen, die auch am diesem Tag online gegangen sind. Naja, jetzt hab ich aber erstmal keine Lust mehr. Das Internet kostet hier im Hostel 4 Dollar pro Stunde, deswegen werd ich wohl erstmal nicht so oft online sein. Morgen früh kommt Caspar, dann kanns weitergehen. Außerdem gibt es morgen eine kostenlose Strandtour vom Hostel, darauf bin ich schon gespannt, bis jetzt hab ich das Meer noch nicht gesehen. Ach ja, was mir grad einfällt, heute morgen hab ich auch erstmal SCHÖN den Ausgang des Hostels nicht gefunden (wie gesagt, großes Hostel), bin dann bei der Fluchtweg-bei-Feuer Tür gelandet. Hab es erstmal für eine normale Tür gehalten, hab versucht sie zu öffnen, lese im letzten Moment sowas wie “use only in case of emergency”, zieh meine Hand zurück, merke aber schon wie der Sicherheitsdienst angeklingelt wird. Au weia. Ich flüchte nach oben, sehe auf dem Weg Schilder dass es 200 Dollar kostet wenn man die Feuerwege missbraucht. Ehem. Ich gehe unauffällig zum Aufzug, höre wie auch da schon das Notfallprogramm läuft und der Sicherheitsdienst angerufen sind. Die anderen Leute wundern sich was da los ist, ich wundere mich scheinheilig mit. Bin dann schnell raus gegangen und hab gehofft dass mich da unten keine Kamera gesehen hat. Aber bis jetzt hat mich auch noch keiner der Mitarbeiter erkannt/angesprochen :-) Ok, das ganze gehört wohl in die Kategorie vermeidbar, aber ich bin doch noch so verwirrt von den ganzen neuen Dingen hier ;-)

Hier links ist die Opera! (Taiwan Fotos hab ich jetzt auch hochgeladen)
















Bis dann,
Amadeus

2 Kommentare:

Jan hat gesagt…

Oha... du hast also DIREKT VOR der berüchtigten Oper Zeitung gelsesen... wow... dem foto nach zu urteilen sind das ja höchstens 15 km bis zur Oper :)
Und btw... ich war im 8. Stock meines Hostels... du Pussy ;)
Aber gibts in deinem Hostel auch keine Treppe?? Nur Aufzüge... die man auch nur benutzen kann wenn man nen Zimmerschlüssel hat??

Amadeus hat gesagt…

jaa genau die aufzuege....und es war DIREKT DAVOR, noch direkter waere im wasser gewesen oder AUF der oper. dein urteilsvermoegen ist hier wirklich nicht so treffsicher lieber jan, das waren sooo...300m vielleicht